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Entwickelt Google eigene Server-Hardware?

Veröffentlicht am 25. April 2010 – 10:26Kein Kommentar

Entwickelt Google eigene Server Hardware?Nachdem Google vor einiger Zeit die Firma Agnilux gekauft hat, kann man immer wieder verschiedene Spekulationen über den Sinn und Zweck des Kaufes hören. Schließlich ist Agnilux durch die ehemaligen Apple Mitarbeiter eng an die Konkurrenz bei mobilen Plattformen gebunden.

Agniflux war vor allem in der Integration von Hard- und Software tätig und hat unter anderem beim neuen iPad Prozessor mitgearbeitet. Seit einiger Zeit ist allerdings bekannt, dass die Firma Agniflux nicht nur Chips für Telefone und mobile Plattformen entwickelt, sondern eben auch für “some kind of server”.

Zwar ist diese Aussage nicht bestätigt, aber dies könnte ein Anzeichen sein, dass Google doch andere Plänen für die Chipdesigner hat. Vielleicht liegt der Grund des Unternehmenskauf nicht in der Weiterentwicklung der Google Konkurrenz zum iPad sondern schlicht in den riesigen Serverfarmen die Google mittlerweile betreibt…
Die Frage ist nun: An was arbeiten die Mitarbeiter Agnilux die sogar beim AMD Opteron und dem DEC Alpha ihre Finger im Spiel hatten?

Die Infrastruktur von Google – alles Eigenkreationen

Nicht vergessen sollte man, des auch derzeit schon die komplette Infrastruktur auf Eigenentwicklungen basiert. Das komplette, weltumspannende Netzwerk wir auch jetzt schon mit eigenen Routern, individuellen Servern, einem eigenen Dateisystem und eigenen Rechenzentren und teilweise eigene Carriernetzwerke betrieben. Da liegt der Schritt nahe, das in Zukunft die Datacentercontainer in den Google eigenen Rechenzentren noch besser an die Anforderungen angepasst werden wird. Sinn macht dieser Schritt schon alleine wegen der wahrlich riesigen Anzahl der Google eigenen Server. Die letztem Schätzungen sprachen von über 1,8 Mio. Google Server weltweit.

Energie- und Kosteneinsparungen durch effizientere Server

All diese Server ermöglichen ein wirklich hohes Einsparungspotential. Schließlich wirkt sich bei dieser Serveranzahl die Einsparungen von wenigen Watt deutlich in der Bilanz aus. Und gerade bei dem ungebrochenen Wachstumsdrang des Google Netzwerkes würde es sich lohnen dieses Potential so weit wie möglich auszuschöpfen. Bereit 2009 hatte Google ein Video aus 2005 veröffentlicht, in welchem sie die zur damaligen Zeit aktuelle Eigenentwicklung und den Aufbau eines Rechenzentrums präsentiert haben.

Video: Tour durch Googles Container-Rechenzentrum (6:36)

Aber in 5 Jahren wird auch ein so finanzkräftiger und kreativer Konzern wie Google an der Effizienz seiner Rechenzentren gearbeitet haben. Und dann führt kein Weg an Prozessoren mit einem hervorragende Watt/Leistungsverhältnis und einer hohen maximalen Kapazität vorbei. Schließlich sollen sie Server in möglichst warmen und kostengünstigen kühlbaren Rechenzentren laufen und dabei möglichst effizient sein. Die maximale Geschwindigkeit spielt dabei so gut wie keine Rolle.

Wohin der Weg von Google führt

Eigentlich wäre der Schritt für Google nur Konsequent. Warum auf AMD und Intel warten und nicht lieber selber einen Chip entwickeln der mit den eigenen Systemen läuft. Gerade durch das linuxbasierende Netzwerk würde sich auch ein Wechsel auf die ARM oder andere Plattformen verhältnismäßig einfach umsetzen lassen.

Lassen wir uns also überraschen.

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